glykämischer Index

  • Glykämischer Index

    Tabelle: Glykämischer Index

    Kohlenhydrate mit hohem
    Glykämischem Index
        Kohlenhydrate mit niedrigem
    Glykämischem Index
     
    Maltose (Bier) 110   Vollkorn- oder Kleiebrot 50
    Glucose 100   Naturreis 50
    Bratkartoffeln 95   Basmatireis (Langkorn) 50
    Pommes frites 95   Erbsen aus der Dose 50
    Reismehl 95   Süßkartoffel 50
    modifizierte Stärke 95   Vollkornteigwaren (Vollweizen) 50
    Kartoffelpüreepulver 90   Spaghetti (al dente) 45
    Chips 90   frische Erbsen 40
    Honig 85   Vollkorngetreideflocken (ohne Zucker) 40
    sehr weißes Brot (Hamburger) 95   Haferflocken 40
    gekochte Karotten 85   rote Bohnen 40
    Cornflakes, Popcorn 85   frischer Fruchtsaft (ohne Zucker) 40
    Schnellkochreis 85   Pumpernickel 40
    Reispudding 85   100% Vollkornreis 40
    Puffreis 85   Eis mit Alginaten 40
    gekochte Saubohnen 80   Vollkornteigwaren (al dente) 40
    Wassermelone 75   Feigen, getrocknete Apricosen 35
    Riesenkürbis 75   Indianischer Mais 35
    Zucker (Saccharose) 70   Wildreis 35
    Weißbrot (Baquette) 70   Quionoa 35
    gezuckerte raffinierte Getreideflocken 70   rohe Karotten 30
    Schokoladenriegel 70   Milchprodukte 30
    Salzkartoffeln 70   Trockenbohnen 30
    Coca Colan Limonade 70   braune, gelbe Linsen 30
    Kekse 70   Kichererbsen 30
    Mais 70   andere frische früchte 30
    Weißreis 70   grüne Bohnen 30
    Teigwaren, Ravioli 70   Glasnudeln (Soja) 30
    Rosinen 65   Fruchtaufstrich (ohne zuckerzusatz) 30
    Mischbrot 65   grüne Linsen 22
    Pellkrtoffeln 65   Trockenerbsen 22
    Rüben 65   schwarze Schokolade (>70% Kakaoanteil) 22
    gezuckerte Konfitüre 65   Fructose 20
    weißer Grieß 60   Soja, Erdnüsse 15
    Langkornreis 60   frische Aprikosen 15
    Banane, Melone 60   grünes Gemüse, Tomaten <15
    weiße Spaghetti, weich gekocht 55   Auberginen, Zucchini . . . <15
    Sandgebäck 55   Knoblauch, Zwiebeln <15
             
  • Montignac, Trennkost, Abnehmen im Schlaf

    Nicht Hungern, sondern Essen ist nach Michel Montignac geboten, wenn man abnehmen will. Es ist keine Diät im herkömmlichen Sinn, die er empfiehlt, sondern eine Veränderung bei der Zusammenstellung der Ernährung und der Ernährungsgewohnheiten.

    Montignac zufolge isst der "Fettleibige" nicht zuviel, sondern das Falsche: zuviel hyperglykämisch wirkende Nahrungsmittel wie Zucker, Kartoffeln, Weißmehl und zuviel schlechtes Fett, vor allem Fleisch (s. Glykämie-Index).

    Nicht die in Lebensmitteln enthaltene Energie sei schuld an einer Gewichtszunahme, sondern ihr Nährstoffgehalt. Die "schlechten" Kohlehydrate führen zu einer fortwährenden Erhöhung der Blutzuckerspiegels, was eine extreme Reizung der Bauchspeicheldrüse zur Folge hat. Sie sondert mehr Insulin ab, um die Blutzuckerkonzentration wieder zu normalisieren. Insulin begünstigt die Bildung von Fettreserven.

    {mosimage}Zentraler Begriff bei Montignac ist deshalb der "Glykämische Index", der von der Art und Menge der während einer Mahlzeit aufgenommenen Kohlehydrate, Proteine und Ballaststoffe abhängt. Seine Methode beruht auf einer Auswahl von Lebensmitteln, nicht auf einer Beschränkung ihrer Menge: Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index werden gemieden, diejenigen mit einem niedrigen bevorzugt. Hinzu kommt die Verwendung der richtigen Fette (Olivenöl, Gänse- und Entenschmalz). Seine Methode teilt sich auf in die erste Phase, während der schnell an Gewicht abgenommen und die Vitalität wiederhergestellt wird, und in die zweite Phase der Stabilisierung, inder man die vorgenommene radikale Änderung der Eßgewohnheiten beibehält.

    "Durch falsche Ernährung nimmt man an Gewicht zu..."

    Die Montignac-Methode beruht auf einer dreifachen Erkenntnis:

    1. Sich nicht mehr einschränken
    2. Sich auf eine andere Weise ernähren
    3. Die richtige Auswahl treffen

    Die Montignac-Methode ist ein Ernährungskonzept, das auf einer endgültigen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten beruht. Zum Erzielen entscheidender Erfolge ist es unerlässlich, nicht nur den Verdauungs- und Stoffwechselvorgang des menschlichen Organismus zu verstehen, sondern auch die Lebensmittel und ihre Klassenzugehörigkeit zu kennen. Die Durchführung der Prinzipien der Montignac-Methode ist einfach und lässt sich mit allen Arten von Mahlzeiten - zu Hause oder im Restaurant - vereinbaren. Deshalb können auch alle, die ihre Mahlzeiten außerhalb des Hauses einnehmen, die Methode mit Erfolg anwenden. Die Methode verlangt keine Einschränkungen, so dass sie unter Berücksichtigung der beruflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen von jedem sofort angewendet werden kann.  

    Sie beugt nicht nur endgültig der Gewichtszunahme vor, sondern beeinflusst auch sämtliche Gesundheitsparameter, da sie den Verzehr nährstoffreicher Lebensmittel empfiehlt, d.h. die einen optimalen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren, Ballaststoffen... aufweisen.

    1. Sich nicht mehr einschränken

    Die von der herkömmlichen Diätetik seit 35 Jahren angebotenen kalorienreduzierten Diäten sind nicht nur wirkungslos, sondern auch gefährlich. Zwar lässt sich zu Beginn der Diät ein vorübergehender Gewichtsverlust feststellen, doch anschließend kommt es stets zu einer erneuten Gewichtszunahme, die das Ausgangsgewicht sogar übertreffen kann.

    Denn der menschliche Organismus - wie im Übrigen alle lebenden Organismen - wird von einem Überlebensinstinkt angetrieben, der ihn bei Entbehrungen einen anderweitigen Ausgleich suchen lässt. Je mehr die Nahrungszufuhr verringert wird, um so stärker neigt der Organismus dazu, Reserven zu bilden. Dies führt zu einer paradoxen Situation, denn je weniger man isst, um so mehr nimmt man an Gewicht zu. Laut Statistik nehmen im Übrigen mehr als 50 % der Fettleibigen weniger Nahrung zu sich als Normalgewichtige.

    2. Sich auf eine andere Weise ernähren

    Die Gewichtszunahme wird somit nicht durch ein Übermaß an Kalorien ausgelöst. Es liegt vielmehr am Hyperinsulinismus - eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse - der auf eine übermäßige Zufuhr von schlechten Kohlenhydraten zurückzuführen ist. Zu den schlechten Kohlenhydraten zählen nährstoffarme Lebensmittel (Kartoffeln), raffinierte Lebensmittel (Zucker, Weißmehl, weißer Reis...) sowie Lebensmittel, deren Nährstoffgehalt seit 40 Jahren, durch die nachteiligen Praktiken der ausschließlich auf Produktivität ausgerichteten Nahrungsmittelindustrie, denaturiert ist (Mais).

    Erst durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, die auf der Auswahl von Kohlenhydraten mit einem niedrigen glykämischen Index beruhen (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Fruktose...) und durch Fleisch, Fisch, Eier und Käse ergänzt wird, lässt sich Hyperinsulinismus allmählich vermeiden, so dass einer Gewichtsabnahme nichts mehr im Wege steht und die Gewichtszunahme endgültig ausgeschlossen werden kann.

    3 - Die richtige Auswahl treffen

    Entgegen der weit verbreiteten Ansicht und der von der Nahrungsmittelindustrie aufrechterhaltenen Verwirrung, hat das in der Nahrung enthaltene Cholesterin nicht viel mit dem im Blut vorkommen-den Cholesterin zu tun. "Der Organismus stellt auf der Grundlage bestimmter Fette sein eigenes Cholesterin her".

    Auch hier geht es darum, die richtige Auswahl zu treffen, denn heute ist bekannt, dass bestimmte Fette eine Senkung des Cholesterinspiegels bewirken (Olivenöl, Gänsefett, Fischfett...), während andere zu einer Erhöhung führen können (Fett vom Rind, Schwein, Hammel, Palmöl...). Es wurde im Übrigen nachgewiesen, dass eine der Hauptursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen die übermäßige Zufuhr von Lebensmitteln ist, die einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels zur Folge haben (Zucker, Kartoffeln, Weißmehl, Bier,...), wodurch Hyperinsulinismus ausgelöst wird. Des Weiteren wurde der Beweis erbracht, dass Wein (vornehmlich Rotwein) dagegen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt.

    Michel Montignac (Jahrgang 1944) stammt aus Angoulême in Südwestfrankreich und war nach seinem Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaft u.a. als Personalchef in verschiedenen Unternehmen tätig, bis er 1986 den Artulen-Verlag gründete, in dem er seine Bücher publiziert. Sein erstes Buch "Essen gehen und dabei abnehmen" (1993 auf deutsch erschienen) machte beträchtlich Furore und gilt als "Meilenstein in der Geschichte der Ernährungswissenschaft". Inzwischen liegt die Gesamtauflage europaweit bei über 4,5 Millionen.

    Weitere wichtige und Wirkungsvolle Nahrungsumstellungsmethoden sind die

    • Logi-Methode
    • Trennkostmethoden
    • Abnehmen im Schlaf
    Weiter Informationen unter www.medichi.de
     

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